Mo, 21.05.2012 19:48 Uhr
Ernährung - Milch
Selbstverständlich ist das gesündeste und beste für ein Baby schlicht und ergreifend die Muttermilch. In der Regel kann das Baby bis zum 5 Monat ohne Probleme nur gestillt werden. Danach muß es häufig zugefüttert werden, weil der Nahrungsbedarf einfach steigt.

Manchmal gibt es aber auch Probleme mit dem Stillen. Oder Mamis wollen einfach nicht stillen - aus welchen Gründen auch immer -. Leider wird dieses Thema immer noch tabutisiert. Und die jungen Mütter werden in den Kliniken dazu angehalten erst einmal zu stillen.

Finanziell gesehen ist das Stillen sicherlich eine Erleichterung aber jede Mutter sollte für sich selbst entscheiden, ob sie sich und ihrem Körper diese zusätzliche Strapatze zumuten kann und will. Insbesonders haben Kaiserschnitt-Mamis starke Probleme, ihr Kind anzulegen.

Die Industrie hat sich natürlich für den Fall der Fälle auch direkt was einfallen lassen und stellt nun die so schon geplagten Mamis vor die Qual der Wahl. Allein eine Firma bringt bis zu 5 verschiedene Milchprodukte für ein und die gleiche Altersstufe auf den Markt. Hier kann man leicht den Überblick verlieren.

Doch wie hat alles angefangen? Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Kindersterblichkeit hoch. Mütter, die nicht ausreichend stillen konnten, waren auf Ammen angewiesen - die sich aber nicht jede Familie leisten konnte. Um die gesunde Entwicklung nicht gestillter Säuglinge zu verbessern, erfand der Apotheker Henri Nestlé 1867 sein berühmtes -Kindermehl-, den ersten vollwertigen Muttermilchersatz. In Deutschland arbeitete Prof. Dr. Günther Malyoth an dem gleichen Problem und in Zusammenarbeit mit ihm wurde 1934 die erste Säuglingsnahrung unter der Marke Alete entwickelt.

Aber zurück in die heutige Zeit. Die nachfolgenden Seiten sollen helfen, Euch durch diesen Dschungel der Milchprodukte zu führen. Entsprechende Links zu den Herstellern sind zu finden in unserer Linkliste.

Noch ein genereller Hinweis:
Wenn man einmal zuviel Milch angerührt hat und das Baby während dem Trinken der Schlaf überfällt, kann die Milch ohne Probleme bis zu 2 Stunden im Wärmer warm gehalten werden. Danach muß sie jedoch vernichtet werden. Gerne geben die Hersteller an, daß die Milch nicht aufbewahrt werden kann, dies jedoch nur, damit man immer schön neue Milch kaufen muß. Sehr selten trinkt ein Säugling regelmäßig das Flächschen aus.