Mo, 21.05.2012 19:34 Uhr
Medizin - Kolliken
Als Dreimonatskoliken bezeichnet man Bauchschmerzen und Blähungen des neugeborenen Säuglings, die meist in den ersten drei Monaten auftreten. Der Säugling schreit ständig und zieht ruckartig die Beine an. Der Bauch ist aufgebläht, es gehen Blähungen ab. Die kolikartigen Anfälle treten häufig nachmittags und abends auf.

Man vermutet, dass der Säugling durch das Schreien die Eindrücke des Tages verarbeitet. Solange der Säugling gut trinkt, an Gewicht zunimmt und auch ansonsten keine Beschwerden auftreten, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Gegen Ende des dritten Monats hören die Beschwerden meist von ein auf den anderen Tag auf.

Häufigste Ursachen für Kolliken sind:
Verschlucken von Luft durch zu hastiges Trinken oder durch Schreien.
Aufregung während des Tages.
Selten Nahrungsmitteltunverträglichkeiten, z. B. auf Milch.
Möglicherweise Quellmittel aus manchen teiladaptierten Fertigmilchnahrungen.


Vorbeugende Maßnahmen sind:
Nach dem Trinken das Baby "Bäuerchen" machen lassen, damit verschluckte Luft entweichen kann.
Häufiger kleine Mahlzeiten geben.
Einen Sauger mit größerem Loch verwenden
Milchfläschchen nicht unnötig viel schütteln, um Luftblasen zu vermeiden.


Wann Sie zum Arzt müssen:
Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um Dreimonatskoliken handelt sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um andere schwerwiegende Magen-Darm-Erkrankungen auszuschließen (z. B. Darmverschlingung)
Wenn andere Beschwerden (Fieber, Erbrechen, Verstopfung) hinzukommen oder das Kind nicht genug Gewicht zunimmt, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.


Auf jeden Fall sollten Sie daran denken, dass Dreimonatskoliken für das Kind ungefährlich und harmlos, aber für Sie sehr anstrengend, sind. Die Zeit arbeitet für Sie und Ihr Kind. Vergessen Sie in dieser Zeit aber nicht, auf sich selbst zu achten, damit Sie Ihren Stress nicht auch noch auf das Kind übertragen.

Wir haben in den nachfolgenden Rubriken einige Tips zusammengetragen, die zum einen auf Medikamenten-Basis beruhen und zum anderen auf natürlichen Zutaten. Für welche Methode Sie sich entscheiden, ist Ihnen überlassen. Wir empfehlen jedoch zuerst die alternativen Tips auszuprobieren, bevor Medikamente verabreicht werden.